Kind, das gestillt wird
Datierung / Date
18. Jh.Technik / Material Technique / Material
Rötel, weiß gehöht, auf braungrauem hadernhaltigem PapierMaße / Dimensions
Blattmaß / Sheet: 282 x 212 mmInv.-Nr. / Acc. No.
2692 ZBeschr. / Inscr.
Beschr. auf Blatt (recto) / Inscr. (recto): in brauner Feder u. r.: „Benefiali“, in Bleistift u. l.: „9145“
Beschr. auf Blatt (verso) / Inscr. (verso): in roteer Feder: „Inv No 2692“ (Inv.-Nr.)
Bemerkungen / Notes
Marco Benefial
Rom 1684 – 1764 Rom
Benefial geriet früh in Opposition zur Accademia di San Luca und war Sprecher der nicht akademischen Künstler in Rom. Ab etwa 1720 begann er sich durchzusetzen und erhielt wichtige Aufträge. Sein strenges und intensives Naturstudium machte ihn zum künstlerischen Exponenten einer Malerei, die vom Früh- und Hochbarock zum römischen 18. Jahrhundert vermittelte. Den eher unverbindlichen Kunstformen der Maratta-Schule setzte er eine teils verhaltene, teils kraftvoll-dramatische Natürlichkeit entgegen.
Glückselig sucht der wohlgenährte Säugling den Blick der Mutter, deren Daumen er vertrauensvoll umgreift. Der auf das Knie gelegte pummelige Arm lässt seine unbeholfenen Bewegungen ahnen, und auch wie der Fuß sich unter der Anstrengung des Saugens nach innen dreht, ist einfühlsam beobachtet. Die fest abgesetzten Konturen sind ein charakteristisches Merkmal der frühen Zeichnungen Benefials.
Literatur / Literature
Zeichner in Rom 1550-1700, Ausst.-Kat. München, Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne, bearb. von Kurt Zeitler, München 2012, S. 318, Abb. S. 319, Kat.-Nr. 147

