Recto: Auf dem Boden sitzender Hirte mit Krummstab nach links, Verso: Linkes Bein und Gewandpartien einer fragmentierten Figurenstudie
Datierung / Date
17. Jh.Technik / Material Technique / Material
Schwarzer Stift, weiß gehöht, auf lichtgrünem Papier, quadriert in schwarzem Stift; verso: Schwarze Kreide, weiß gehöhtMaße / Dimensions
Blattmaß / Sheet: 155 x 210 mmInv.-Nr. / Acc. No.
34891 ZBeschr. / Inscr.
Beschr. auf Blatt (recto) / Inscr. (recto): in dunkelbrauner Feder u. r.: „2999.“, „ Mola“
Beschr. auf Blatt (verso) / Inscr. (verso): in schwarzer Feder: „34891“ (Inv.-Nr.)
Bemerkungen / Notes
Pier Francesco Mola
Coldrerio bei Como 1612 – 1666 Rom
Molas Vater, der Architekt Giovanni Battista Mola, lebte seit 1616 in Rom. Er gab den Sohn zunächst zu Prospero Orsi, dann zu Giuseppe Cesari in die Lehre. In Bologna haben Francesco Albani und vor allem Guercino auf ihn gewirkt. Ein längerer Aufenthalt in Venedig vervollständigte die Ausbildung, ehe der virtuose Zeichner, der über eine große Bandbreite graphischer Möglichkeiten verfügte, sich ab 1641 auf Dauer in Rom niederließ.
recto:
Die Poesie des Blattes mit dem aufmerksam vorgebeugten und doch entspannt sitzenden Hirten lässt an Werke älterer venezianischer Kunst, an Giorgione, Giulio und Domenico Campagnola denken. Mola hatte sich länger in Venedig aufgehalten und war mit der Kunst der Lagunenstadt vertraut. Später in Rom suchte er häufiger die venezianische Tonlage zu treffen.
Literatur / Literature
Zeichner in Rom 1550-1700, Ausst.-Kat. München, Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne, bearb. von Kurt Zeitler, München 2012, S. 253-254, Abb. S. 254, Kat.-Nr. 111

