Kreuzigung Christi mit Maria und Johannes sowie zwei Engeln
Datierung / Date
1573Technik / Material Technique / Material
KupferstichMaße / Dimensions
Blattmaß / Sheet: 403 x 266 mmInv.-Nr. / Acc. No.
6775 DBeschr. / Inscr.
Signatur / Signature: monogrammiert unten links: "AVK" (ligiert)
Beschr. auf Blatt (recto) / Inscr. (recto): unten links der Mitte: "Michelangil Bona Rota Inuentor" ; u.l.: "1573"
WVZ / Cat. Rais.
Passavant VI, 158, Nr. 33; Nagler, Monogrammisten I 1456.6Bemerkungen / Notes
"Ob Michelangelo selbst eine Neufassung seines Kruzifixus mit den trauernden Maria und Johannes gezeichnet hat, ist in der Forschung nicht unumstritten; Perrig nimmt an, Marcello Venusti sei es gewesen, der in einer Gemäldefassung erstmals die beiden Figuren unter dem Kreuz eingefügt und damit Michelangelos originelle, nicht über theologische Zweifel erhabene Interpretation ins Konventionellere verschoben habe. Das Gemälde Venustis, das immerhin aus dem Besitz der Familie Cavalieri stammt, hat sich in Oxford erhalten; zahlreiche malerische Adaptionen folgten. Dass Michelangelo Vorlagen für die beiden Figuren unter dem Kreuz geliefert haben könnte, ist angesichts von deren michelangeleskem Habitus und einiger entsprechender Zeichnungen nicht auszuschließen. Der Stich Cartaros reproduziert das Gemälde Venustis, hat sich dabei aber wahrscheinlich einer von Antonio Lafreri schon vor 1568 publizierten Stich-Version bedient." Georg Satzinger, in: Ausst.-Kat. Bonn 2015
Literatur / Literature
Goldene Passion. Georg Petel und das Rätsel seiner Kreuzigungsgruppe, Ausst.-Kat. München, Bayerisches Nationalmuseum, hrsg. von Frank Matthias Kammel, bearb. von Jens Ludwig Burk, Hans-Ulrich Kessler und Joachim Kreutner, Dresden 2024, Abb. 19, S. 61, Kat.-Nr. 13
Der Göttliche. Hommage an Michelangelo, Ausst.-Kat. Bonn, Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, bearb. von Georg Satzinger und Sebastian Schütze, München 2015, Abb. S. 260, Kat.-Nr. 211

